Auf der Suche nach dem IQ... |
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Hier findet ihr alte Artikel über Exkursionen, die ich für unsere Schülerzeitung geschrieben habe.
Italien in Häppchen (2004)Geschrieben am 30.09.2004.Es war wieder einmal so weit - für 1 Woche fern von Büchern, tyrannischen, unlösbaren wissenschaftlichen Aufgaben und dem alltäglichen von einem selbst produzierten Stress. Am Morgen des 18. Septembers klingelte der Wecker bei vielen Deutsch-Leistungskurslern schon in aller frühe mit dem Ergebnis eines hampelmannartigen Aufspringens aus dem gemütlichen Bett - 1 Woche Exkursion in Begleitung von Frau M., Frau R. und Herrn K. Der Tag war nun gekommen, an dem uns die erste Fahrt von 850 km in Richtung Gardasee erwartete. Automatisch zog man andere Leute in Mitleidenschaft zeitig aufzustehen, denn irgendwie musste man sein müdes Individuum und das ganze Gepäck, was bei einigen ein unendliches Maß an Masse anzunehmen schien, noch rechtzeitig zur Gartenstraße befördern lassen. Diese Masse noch schnell verstaut suchte man sich den nächst besten Sitzplatz im Bus. Nach einer knappen halben Stunde fahrt war Ruhe eingekehrt, denn die meisten wurden vom Schlafe befallen und so hielten wir das erste Mal gegen 10 Uhr. Nachdem wir einige Stunden Sitzfleisch beweisen mussten erwartete uns schon unser Hotel "Nonna Ebbe". Der erste Abend wurde damit verbracht sich etwas am Gardasee umzuschauen, um sich dann nach einigen Metern in einem Lokal niederzulassen. Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter. Die Befürchtung, dass sich die Fahrt bis ins Unendliche ziehen würde war groß aber dann kamen wir doch nach nochmals 750 km so gegen 20.25 Uhr in Sorrento an. Nach dem Tasche-Aus-Zimmer-Schleppen, der Erkundung des Hotels, dem Betrachten der Einzelnen Zimmer und einer Sitzprobe der Liegestühle auf dem Balkon ging es mit einem Magenknurren geschwind zum Speisesaal, wo uns die Nudeln als Vorspeise und das Hauptgericht, Schnitzel mit Erbsen, schon erwarteten. Unser Hotel war ziemlich von der eigentlichen Stadt abgelegen aber auch in unserer Umgebung ließen sich einige "Pubs" finden, wo sich so manche jeden Abend aufhielten. Eine wirkliche Ausgangssperre gab es nicht, bis auf die uns genannte Uhrzeit 24.00Uhr aber die Türen des Hotels waren immer offen, was man durchaus auch für einen kleinen nächtlichen Spaziergang nutzte. Am Montag ging es dann ganz früh raus, um nach 2h Busfahrt rechtzeitig unsere Stadtführerin in Neapel anzutreffen. Nicht nur waren die Art und Weise der Rhetorik dieser Frau abschreckend sondern auch ihre Ausführungen ellipsenförmig. Es war eine halbtägige Stadtrundfahrt von 2 ganzen, geschlagenen Stunden. Die Straßen von Neapel waren mehr als voll, um nicht zu sagen überfüllt von Blech. Wir sahen vielleicht Einfünfzehntel von Neapel und haben nicht allzu viel über die historische Geschichte, geschweige denn über die Sehenswürdigkeiten erfahren, dafür aber umso mehr über das alltägliche Leben in Neapel und über einzelne Nebenstraßen bzw. die gesamten Slumgebiete. Nach jener aufschlussreichen Rundfahrt durften wir uns frei bewegen, das heißt nur auf der Hauptstraße, da alles andere einen ungewissen Ausgang für uns hätte haben können. Auf der fehlgeschlagenen Suche nach einem "Alimentari" (Lebensmittelladen) gingen wir in eine Art Bar und kauften uns anderthalb Liter Wasser für zwei Euro. Einige bummelten durch die Stadt und die anderen blieben in einem Hafencafé sitzen und warteten auf die Weiterfahrt. Am Nachmittag fuhren wir dann weiter Richtung "Strand", wo es einige trotz des ungewöhnten Sandes blitzschnell ins Wasser zog. Die Abende wurden meist auf den einzelnen Balkons oder in einer Art von winzigem Park verbracht. Am nächsten Tag ging es ebenso früh raus, wobei wir eine Stunde am Hafen von Sorrent vergeudeten, da wir zu spät für unsere eigentliche Fähre waren, von welcher wir nach unserer Besiedelung auf Grund der zu dem Zeitpunkt fehlenden Tickets wieder unsanft herunter geschickt wurden. Nach dem Runterschmiss gelangte Herr K. dann doch mit den Tickets zu der gesammelten Menge, aber die Fähre legte schon ab und wir mussten mit der nächsten fahren, welche nach einer sehr sehr langen Stunde --Zeit ist ja angeblich relativ-- das Ufer erreichte und uns zur Insel Capri brachte. Die Überfahrt dauerte circa eine Stunde, so dass wir nach der Ankunft erstmal etwas Zeit zum Bauchvollschlagen bekamen. Wir aßen dieses mal wirklich "sehr" preisgünstig, nachdem wir zwei Euro Servicegebühr zahlen mussten, wurden uns zum gesamten Preis nochmals ohne Vorwarnung 10% draufgeschlagen - wahrscheinlich für das Zusammenschieben von vier Tischen, so dass es mir nicht erspart blieb den Gesamtpreis vor Ort nochmals schriftlich nachzuvollziehen. Jedenfalls war diese Leistung teurer als das Essen eines Einzelnen von uns. Wir fanden uns dann alle wieder zusammen, um an einer Inselrundfahrt teilzuhaben. Die Steilküste war inspirierend, das Meer berauschend und die Lage einiger Hotels einfach nur faszinierend. Es gab unzählige Grotten, wie die Grüne und die Blaue, die bekannteste von allen. Wir genossen dann noch den Aufenthalt an einem Kiesstrand und planschten gemütlich im Wasser herum, bis es dann wieder mit der Fähre Richtung Sorrent ging und schließlich zurück ins Hotel. Der Mittwoch wurde zum Shoppen in Sorrent genutzt, sowie zum Baden und Ausruhen. Am nächsten Tag ging es dann nach Pompeji, welches wir auch mit unserer netten und aufschlussreichen Führung durchwanderten. Eine ganze Menge Leute wollten an jenem Tag diese wunderschöne Kulturstätte besuchen, so dass es an einigen Stellen zu einem Überlauf an Menschen kam. Danach haben wir den Vesuv erklommen, und nachdem man an die 20 Bilder vom Vulkan geschossen hatte, insbesondere vom Krater aus mindestens zehn verschiedenen Perspektiven, wanderten wir auch schon wieder herunter. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir nochmals einen kleinen Zwischenstop am Meer. Einige verbrachten den ganzen Abend singend auf dem Balkon während die anderen sich gemütlich irgendwohin setzten und alles auf sich einwirken ließen, so dass man den Abend mehr oder weniger umnachtet war. Am letzten Aufenthaltstag fuhren wir an der Amalfiküste entlang, was sehr großes Talent des Busfahrers erforderte, da die Kurven serpentinartig verliefen. Wir hatten dann drei geschlagene Stunden Freizeit, wobei wir eine drei Viertelstunde dazu brauchten um runter in die Stadt zu laufen und etwa eine Stunde, um die ganze Strecke wieder hochzulaufen. Aber trotz dessen war es eine recht schöne Stadt und wenn man bis ganz runter ans Meer gelaufen ist, hat sich der ganze Weg auch gelohnt. Die Fahrt entlang der Steilküste ging also weiter, bis wir wieder einen schönen Strand erreichten und dort eine längere Pause einlegten. Das war nun der letzte Tag, und irgendwie gab es nur einzelne, die nichts anderes als wieder nach Hause wollten. Während der ganzen Zeit hatte man immer Leute um sich herum, mit denen man sich unterhalten konnte, so dass es einem nie richtig langweilig wurde und die Zeit wie im Fluge verging. Aber der Tag der Abfahrt kam leider doch schneller als gewollt. Am Samstagmorgen schaute man nochmals von dem Balkon aufs Meer und genoss die berauschende Aussicht auf die Insel Capri - ein letztes Mal noch vor dem Ausblick aus seinem heimischen Zimmer auf Berge, Feld, Wald oder sogar den Blick auf den grünen Kasten. Es ging also wieder zurück vom warmen Italien (28°C) ins kalte Deutschland (15°C), doch dessen war man sich aber erst bewusst nachdem auch die Nacht am Gardasee vorbei war. Den letzten Abend schlenderte man nochmals an der Promenade entlang, setzte sich auf eine Bank, später dann in ein kleines Lokal und schließlich mussten wir gegen Mitternacht wieder im Hotel sein. Dann ging es auch die letzten 850 km wieder mit unserem exklusiven Vier-Sterne-Bus nach Hause. Unterwegs wurden von unseren Busfahrern Nico und Uwe Wiener, Kaffee und Fünf-Minuten-Terrinen "gekocht", so dass wir nicht verhungern mussten. Während der Fahrt durch bekannte Ländereien kehrte wieder die schlagartige Müdigkeit ein. Nach drei Stunden Kartenspielen sah man nur noch Karos und Blätter, so dass man auch davon irgendwann mal eine Pause brauchte. Gegen Ende der Fahrt wurde die Stimmung aber trotzdem immer besser, trotz das uns der Gedanke des morgigen Frühaufstehens plagte, da wir nur noch wenige Minuten von zu Hause und unserem eigenen Bett entfernt waren. Ab der Fahrt durch Chemnitz wurde nochmals jedes Lied mitgesungen und das Lied "ein Hoch auf unsere Busfahrer" durfte auch nicht fehlen, da wir ohne diese sehr aufgeschmissen gewesen wären und unsere Ziele nie so schnell erreicht hätten. Im Großen und Ganzen war es also eine gelungene Reise auch wenn einiges manchmal planlos erschien, möchte man die Exkursion in seinem Gedächtnis vielleicht nicht mehr missen wollen. Dafür möchten wir uns noch einmal bei den begleiteten Lehrern, Frau M., Frau R., sowie bei Herrn K. und den Busfahrern bedanken, ohne die das ganze nicht so möglich gewesen wäre. Anschließend zu dem Artikel noch viele Liebe Grüße an Frau S. auf Wunsch von selbiger. Ines Melzer Kunstexkursion (2004)Geschrieben am 15.06.2004.Voller Freude dem alltäglichen Schuldilemma zu entgehen, machten sich fast alle Kunstkursteilnehmer in aller frühe um 8 auf den weiten Weg nach Dresden. Nach einigen Minuten Fahrt spürte man schon die Künste des Busfahrers, wodurch die Sehnsucht nach Ankunft immer größer wurde. Es war so weit: gegen ca. 9:45 Uhr und 3 Sekunden erreichten wir unser lang ersehntes Ziel. Doch wir standen vor verschlossenen Türen der Galerie Neuen Meister. Während einige in Tränen ausbrachen, sah man bei anderen nur ein breites, über das Gesicht expandierendes Lächeln. Unsere Kunstlehrer Frau Zwarg, Herr und Frau Englisch fanden glücklicherweise eine sehr gute und sicherlich ansprechende Alternative. So verschlug es uns also in das Kunsthaus Dresden bzw. in die Städtische Galerie für Gegenwartskunst. Dort genossen wir eine ausführliche Führung von einer sehr engagierten und redefreudigen Dame. Die Ausstellung Atomkrieg vereinte nicht nur künstlerische sondern auch internationale Positionen verschiedener Generationen zu diesem Thema. Es war ein Hollywood in Flammen oder ein explodierendes Burger King, vor welchem noch eine Person herzhaft einen Burger zu sich nahm, zu sehen. Die Werke thematisierten aber auch die psychologische Disposition im Schatten der Bombe und natürlich die Ignoranz der eigentlich geistig höchsten Individuen, die doch im Stande sind sich gegenseitig sinnlosester Weise zu vernichten! Gegen 12:00Uhr gönnten wir uns nach dieser verstrahlten Atmosphäre eine stündliche Pause, um den Magen wieder zu füllen. So ging es also mit gestärkten Kräften Richtung Elbufer zum Schloss Pillnitz. Neben den Parkeichhörnchen und dem gesamten im asiatischen Stil gehaltenen Anwesen war wohl auch die Fluthöhe von 2000 ein Augenmerk. Nach einem langen Spaziergang durch die Schloss und Parkanlage ging es auf längstem Wege nach Zschopau zurück. 18:00Uhr nahm auch diese Busfahrt bzw. die wundervolle, alltagsentweichende Kunstexkursion ein Ende Ines Melzer Exkursion nach Dresden (2003)Geschrieben am 27.08.2003.Am Morgen des Abfahrtstages, dem 27.08.2003, konnte man fast allen Gesichtern der Exkursionsteilnehmer nach Dresden außer Müdigkeit eine gute Portion Erwartungsfreude entnehmen. Schwer bepackt, manch einer mit viel zu viel Gepäck, warteten wir am frühen Morgen in sommerlich kalter Luft auf unseren stromlinienförmigen 3-Sterne-Zug. Was würden uns die 3 Tage bringen? Der Zug kam endlich an, und schon nach einer Weile mussten wir in den Schienenersatzverkehr umsteigen. Jetzt wurde auch dem letzten melanindurchflossenen Organismus klar, dass Dresden nicht mehr so weit sein konnte. Diese Hoffnung und der Wille einige Minuten Sitzfleisch zu beweisen, wandelten sich schon nach kurzer Fahrt durch bekannte Ländereien wieder in Müdigkeit um. Am Bahnhof angekommen ging es schon mit der Straßenbahn weiter in Richtung Jugendherberge am World Trade Center. Dort schachtelten wir unser Gepäck in einen Abstellraum und machten uns schließlich auf den Weg zum goldenen Reiter, wo unsere Stadtrundführung beginnen sollte. Nach diesen 3 Stunden waren wir über jedes kleine steinchenartige Denkmal informiert und genossen den restlichen Tag bzw. Abend Freizeit, welche von den meisten mit Essen genutzt wurde und dem individuellen Besuch des Erich Kästner Museums. Da diese Räumlichkeit nicht genug Platz für eine ganze Schülertruppe bot. So kam es auch, dass einige von uns auf Grund des großen Andrangs wieder weggeschickt wurden. Erstaunlicherweise durften wir mit einem kleinen Nörgeln der Museumsdame beim ersten Mal rein. Uns erwarteten 6-Säulen mit bunten Schubladen, in denen sich entweder Bilder oder Schriften Erich Kästners befanden. Der Abend wurde nach Belieben gestaltet. Einige zogen es vor ins Kino zu gehen oder einfach die nächtliche Atmosphäre des Zwingers zu genießen, während andere es vorzogen sich mit Schlaf zu besaufen. Nach einem wohltuenden Frühstück verschlug es uns wieder in die Neustadt. Wir begaben uns auf die Spuren der Frühromantik mit anschließender Freizeit. Unsere müden Füße trugen uns dann an der Elbe entlang, mit dem guten Ziel die Synagoge bald zu erreichen. Zu früh angekommen, wurden wir trotzdem freundlich empfangen und gerieten sofort in den Genuss einer informativen Führung. Am beeindruckendstem war neben der Erzählweise dieser Frau die Architektur des Gebäudes. Zumal man dieses in östliche Richtung verdrehte Erscheinungsbild nie als Synagoge definieren würde. Kaum aus dieser kirchlichen Einrichtung herausgetreten ging es diesmal zum Zwinger, mit dem Ergebnis den Mathematisch- Physikalischen- Salon oder die alten Meister besichtigt zu haben. Die Majorität entschied sich logischerweise für Zweiteres. Nach diesem museumsreichen bestückten Tag hatten wir wieder die Möglichkeit uns bis 23:00Uhr in der Stadt aufzuhalten. Manch einer vergnügte sich am Sandstrand der Elbe und einige begaben sich zu nächtlicher Stunde in die düstere Neustadt, um sich in einer heiteren umnachteten lustig besiedelten Umgebung berauschen zu lassen. Der nächste Morgen brach an und schnell wurden die Sachen in die Tasche gestopft und die anfängliche Zimmerordnung wieder hergestellt. Der durch das Frühstück gestärkte Körper trug uns mit samt Gepäck zur Straßenbahn, welche uns wiederum zum Bahnhof kutschierte. Das Gepäck in den dortigen Schließfächern verstaut zog es uns in das allerheiligste Dresdens überhaupt die sächsische Landesbibliothek. Umgeben von arbeitswütigen Studenten, darunter auch altbekannte Gesichter, ließen wir uns später in einem separatem abgeriegelten Raum nieder, um uns von den Geschichten der ältesten Bücher und Schriftrollen inspirieren zu lassen. Die Photoausstellung noch bestaunt, hatte man sein heutiges Ziel bei der heimischen Ankunft schon im Auge: eine Portion Schlaf. Wieder am Bahnhof angekommen nutzten wir die Zeit, bis der Bus kam, zum Mittagessen oder Shoppen auf der Prager Straße. Und nun ging es vollbepackt wieder nach Hause. In Flöha wieder vom Schieneneratzverkehr in den Zug umgestiegen waren wir so gut wie daheim. So nahm auch diese wohltuende Exkursion wiedereinmal leider ein Ende. Ines Melzer Seite: 1 |
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